Kunst



Gießer

Abb.1: Gießer-Statue in Wasseralfingen

Gießer_Labor

Abb.2: Gießer im Robotik-Labor

"Der Gießer" am Südkreisel in Wasseralfingen
SHW Casting Technologies GmbH

Im Jahr 2011 arbeitete der Studiengang Maschinenbau/Fertigungstechnik und SHW Casting Technologies an einem gemeinsamen Projekt der besonderen Art: Aus den Händen von Professoren, Studierenden, Hochschulmitarbeitern und Mitarbeitern der SHW CT wuchs eine 2,5 Meter hohe und 1,7 Tonnen schwere Gießerfigur, welche seit April 2011 den Kreisverkehr vor dem SHW CT Firmengebäude in Wasseralfingen schmückt. (Siehe Abb.1)

Roboterarme haben einen Gießer aus gelbem Polyurethanschaum gefräst (siehe Abb.2), der zuvor - in Anlehnung an eine alte Bronzefigur - mittels 3D-Aufnahmetechnik und CNC-Programm am PC entstanden ist. „Mit dem Modell aus Schaum wurde bei SHW CT eine Form hergestellt, später entstand die Figur aus Gusseisen", erklärt Prof. Dr. Eckehard Kalhöfer, Leiter des Projekts im Studiengang Maschinenbau/Fertigungstechnik der Hochschule Aalen. „Mittels Sandguss", ergänzt Wolfgang Seibold, der als Betriebsleiter in Rente das Projekt seitens SHW CT betreut.

Studentenprojekte, betreut von Bernd Röth und Bernhard Mäule, schufen die entsprechende Datenbasis und erstellten das 3D-Modell am Rechner. Aus diesen Daten wurden Fräsprogramme erzeugt, welche im Roboterlabor der Hochschule zum Fräsen der Figur genutzt wurden. Zunächst aus gelbem Polyurethanschaum gefräst, bildete die so erzeugte Figur die Grundlage für den Sandguss.

Entstanden ist die Projektidee beim Singen: Rainer Abele, Mitarbeiter im Studiengang Mechatronik, singt im Wasseralfinger Chor gemeinsam mit Wolfgang Seibold. So war unter anderem auch ein Erasmus-Student aus Finnland am Projekt beteiligt."

Die Gießer-Figur ist kürzlich von Oberbürgermeister Martin Gerlach und Ortsvorsteherin Andrea Hatam gemeinsam mit gut 50 Gästen offiziell eingeweiht worden (siehe: Artikel: Schwäbische Zeitung Online). Sie steht für die seit langer Zeit lebendige Industriekultur in der Region, die heute auch durch die Zusammenarbeit zwischen Hochschule Aalen und Unternehmen immer wieder befruchtet wird.

Betreuender Professor war Prof. Dr. Eckehard Kalhöfer.

Zusätzlich:
- Artikel: Schwäbische Zeitung Online

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Scanner_Madonna
Studienarbeit: Digitalisieren der Maulbronner Madonna
In Zusammenarbeit mit der Stuttgarter Kunstakademie wurde die "Maulbronner Madonna" digitalisiert. Im Rahmen einer Studienarbeit wurden hierbei die gescannten Bilder zusammengesetzt und verschmolzen, so dass ein "wasserdichtes" 3D-Abbild entstand

Die Statue:

Die Statue selbst wurde um 1320 n. Chr. hergestellt

  • Höhe: 170cm
  • Breite: 70cm
  • Tiefe: 50cm
Das 3D-Scannen:

Hardware: 3D-Laserscanner VI900 Minolta

  • Angel SHOT Messung: automatisch alle vier Ansichten(0, 90, 180, 270Grad)
  • der Scanner basiert auf dem Prinzip der Triangulation
  • Entfernung von 60cm bis 2,5m
  • Einsatzzwecke: Archäologie, Medizin, Raumfahrt, Produktion, Robotik und Produktdesign

Zusätzlich:
- Plakat

Madonna in 3D AnwendungMadonna in 3D Anwendung
Vorgehensweise:
  1. Statue von allen Seiten scannen
  2. Einzelne Bilder mit Rapidform zusammenfügen(siehe obere Abb.)
  3. Bereiche die nicht erfasst sind sowie alle Löcher, mit Rapidform schließen
  4. Ein "wasserdichtes" 3D-Abbild erstellen